Rezept aus einem Facebook-Video importieren
Ein Rezeptvideo in einer Kochgruppe, ein Reel auf einer Seite: Sie wollen es behalten, ohne alles abzutippen. Dafür genügt eine Geste. Kopieren Sie den Link des öffentlichen Facebook-Videos und fügen Sie ihn in Cookfolio ein. Die KI sieht sich das Video an, hört den Ton mit und macht daraus ein strukturiertes Rezept mit Zutaten und Schritten, das Sie vor dem Speichern prüfen.
Zwei Grenzen vorweg: Videos aus einer privaten oder geschlossenen Gruppe und Beiträge nur für Freunde kann die App nicht lesen. Und ein Facebook-Weiterleitungslink muss zuerst im Browser geöffnet werden, damit Sie die eigentliche Blog-Adresse bekommen.
Rezepte verschwinden im Feed
Auf Facebook zirkulieren Rezepte vor allem in Kochgruppen und auf Seiten, meist als Reel oder kurzes Video. Die üblichen Reflexe helfen nur bedingt: Der Beitrag landet im Reiter „Gespeichert”, wo er sich mit Möbelideen und Urlaubsfotos vermischt und nach drei Wochen nicht mehr auffindbar ist. Ein in einer Gruppe geteilter Beitrag kann zudem jederzeit gelöscht oder von der Moderation entfernt werden, dann ist auch Ihr Lesezeichen leer.
Vor allem aber liegt das Rezept in keiner Form vor, mit der Sie am Herd arbeiten können: keine Zutaten zum Abhaken, keine Timer, keine anpassbare Portionszahl. Sie spulen zwischen Zwiebeln und Pfanne zurück zur Mengenangabe.
Cookfolio speichert dagegen nicht den Link, sondern extrahiert daraus ein echtes Rezept in Ihrem Kochbuch. Der ehrliche Preis: Es funktioniert nur bei öffentlichen Inhalten. Eine Browser-Erweiterung oder einen Teilen-Button in Facebook gibt es nicht, Sie fügen in der App eine Adresse ein.
Schritt für Schritt
- Auf Facebook das Video öffnen, im Menü „…” auf „Link kopieren”.
- In Cookfolio auf „+” tippen, dann auf „Aus einem Link importieren”.
- Adresse einfügen und bestätigen.
Erkannt wird alles auf facebook.com samt Unterdomains (m.facebook.com, web.facebook.com) sowie die Kurzformen fb.watch und fb.com. Damit funktionieren facebook.com/reel/…, facebook.com/watch/… und facebook.com/name-der-seite/videos/… ebenso wie fb.watch-Links.
Danach erscheint der Wartebildschirm „Wir sehen uns das Video an”. Rechnen Sie mit ein bis zwei Minuten, der Zeit für eine Videoanalyse, nicht für einen Text.
Das Ergebnis wird Ihnen immer zur Durchsicht vorgelegt, bevor etwas gespeichert wird: Titel, Beschreibung, Portionen, Vorbereitungs- und Kochzeit, Zutaten, Schritte und Tags lassen sich hier korrigieren. Ein Standbild aus dem Video wird als Rezeptfoto vorgeschlagen.
Zum Datenschutz: Das Video wird nie gespeichert, sondern im Arbeitsspeicher analysiert und danach verworfen. Nur das Titelbild wird heruntergeladen und gehostet.
Ein erfolgreicher Import verbraucht einen der 5 Importe, die im Gratis-Tarif lebenslang gelten. In Pro und Family sind sie unbegrenzt.
Warum die App das Video ansieht und nicht den Beitragstext
Auf Instagram und TikTok steht das Rezept oft komplett in der Bildunterschrift, deshalb liest Cookfolio dort zuerst den Text. Wie das abläuft, beschreibt der Artikel zum Import aus Instagram.
Auf Facebook ist die Lage eine andere: Der Text neben einem Video ist meistens ein Aufmacher plus Hashtags, keine Zutatenliste. Cookfolio überspringt den Umweg über den Text daher und analysiert direkt das Video. Das Modell verfolgt, was gezeigt und gesagt wird: die Handgriffe, die Zutaten beim Eingießen, die mündlich genannten oder eingeblendeten Mengen, die Reihenfolge der Schritte. So wird die Zutatenliste auch dann vollständig, wenn der Beitragstext nichts Genaues nennt. Der Titel des Beitrags dient dabei als leichter Kontext für die Benennung.
Daraus folgt zweierlei. Ein stummes Video ohne eingeblendeten Text liefert ein mageres Ergebnis, weil keine Mengen genannt werden. Ein Video, in dem jemand seine Mengen ansagt, liefert ein ausgezeichnetes. Und: Kommentare werden nicht gelesen. Ein Rezept, das erst unter dem Beitrag präzisiert wurde, holt die App nicht ab.
Aus dem Text der Schritte werden anschließend Timer erkannt. Aus „15 Minuten köcheln lassen” wird im Kochmodus eine Schaltfläche mit 15:00.
Was nicht funktioniert
Ungeschönt: Der Import scheitert bei:
- einem Video in einer privaten oder geschlossenen Gruppe. Die App ist mit keinem Facebook-Konto verbunden, sie sieht genau das, was ein anonymer Besucher sieht. Inhalte nur für Gruppenmitglieder bleiben unsichtbar, und keine Anmeldeoption ändert daran etwas.
- einem Beitrag, der nur für Freunde oder eine eingeschränkte Zielgruppe freigegeben ist.
- einem gelöschten, entfernten oder regional gesperrten Video.
- einem Video, zu dem Facebook keinen brauchbaren Datenstrom ausliefert.
- einem Video von mehr als 10 Minuten. Diese Obergrenze gilt speziell für Facebook.
In all diesen Fällen zeigt die App eine klare Meldung, statt abzustürzen oder ein Rezept zu erfinden.
Im Gratis-Tarif wichtig: Scheitert der Abruf, oder ist der Inhalt kein Rezept, wird der Kredit zurückgegeben. Ein zu langes Video gilt dagegen als Anwendungsfehler, dieser Versuch wird abgezogen.
Zwei Auswege: Steht das Rezept im Klartext im Beitrag oder in einem Kommentar, kopieren Sie es und nutzen „Text einfügen”. Sonst hilft ein Screenshot, importiert als Foto (JPEG, PNG, WEBP). Beide Wege verbrauchen ebenfalls einen Kredit. Dazu zwei Schutzmechanismen: mindestens 5 Sekunden Abstand zwischen zwei Importen, höchstens 100 pro Tag.
Weiterleitungslinks, die auf einen Blog zeigen
Häufiger Fall in Kochgruppen: Jemand teilt einen Blog-Link, den Facebook in eine Weiterleitungsadresse umschreibt, beginnend mit l.facebook.com/l.php?u=…
Wichtig: Cookfolio löst diese Adressen nicht automatisch auf. Da sie auf einer facebook.com-Domain liegen, gehen sie den Videoweg, finden kein Video, und der Import scheitert mit einer Fehlermeldung. Der Kredit wird zurückgegeben.
So machen Sie es richtig: Öffnen Sie den Link im Browser, lassen Sie die Weiterleitung durchlaufen, kopieren Sie die endgültige Blog-Adresse aus der Adresszeile und fügen Sie diese in Cookfolio ein. Die App verwertet dann zuerst die strukturierten Rezeptdaten der Zielseite, sofern die Website welche veröffentlicht, und analysiert sonst deren Text. Das ist schneller und zuverlässiger als eine Videoanalyse und verbraucht ebenfalls einen Import. Einzelheiten im Artikel zum Import von einer Webseite.
Was danach mit dem Rezept möglich ist
Der Import ist nur die Eingangstür:
Portionen. Eine geänderte Portionszahl berechnet die Mengen proportional neu, gerundet auf 0,1. Zutaten ohne Zahlenwert („Salz”, „ein Schuss Öl”) bleiben unverändert. Umgerechnet wird nur innerhalb derselben Art: Volumen in Volumen (ml, cl, l, TL, EL, Cup, fl oz) oder Masse in Masse (g, kg, oz, lb). Cups in Gramm geht nicht, das hängt von der Dichte ab. Auch schaltet das Maßsystem nicht automatisch nach Sprache oder Land um.
Kochmodus. Schritt für Schritt im Vollbild, der Bildschirm bleibt an, Timer aus dem Text erkannt, Zutatenliste zum Abhaken. Keine Sprachsteuerung.
Wochenplan. ISO-Woche von Montag bis Sonntag, ein Plan pro Woche, Freitext-Mahlzeiten möglich (Restaurant, Reste), keine Unterscheidung zwischen Mittag- und Abendessen. Eine bereits eingeplante Mahlzeit lässt sich auf einen anderen Tag ziehen. Ein Rezept aus dem Katalog direkt auf einen Tag zu ziehen, geht nicht.
Einkaufsliste. Sie entsteht ausschließlich aus den eingeplanten Mahlzeiten. Doppelte Einträge werden automatisch zusammengeführt, auch über kompatible Einheiten hinweg (ml/cl/l, g/kg). Kein manuelles Hinzufügen, keine Sortierung nach Supermarktregal, kein Umsortieren.
Teilen. Über einen Weblink, den die empfangende Person selbst importieren kann. Kein PDF- oder Excel-Export. Für all das brauchen Sie eine Internetverbindung, einen Offline-Modus gibt es nicht.
Tarife und die übrigen Quellen
Gratis: 5 Rezepte und 5 KI-Importe lebenslang, über alle Quellen zusammengerechnet, ohne Kreditkarte. Pro: 4,99 € im Monat oder 39,99 € im Jahr, Rezepte und Importe unbegrenzt. Family: 6,99 € im Monat oder 59,99 € im Jahr, bis zu 4 Konten, die Rezepte, Wochenplan und Einkaufsliste in Echtzeit teilen und dabei je eigenes Konto und Login behalten. Das sind die Preise im Web und unter Android, unter iOS gilt der Preis des jeweiligen App Store.
Wer überall sammelt, hat die volle Auswahl an Quellen: Foto (JPEG, PNG, WEBP), PDF, Word (DOCX), Textdatei (TXT), der Link einer beliebigen Rezept-Website, YouTube, TikTok, Instagram, Facebook und Pinterest. Bei Pinterest folgt die App dem ausgehenden Link der Nadel bis zum Ursprungsrezept, eine Nadel ohne solchen Link lässt sich nicht importieren. Beim Umzug aus einer anderen App liest Cookfolio eine Sammlung im Format .paprikarecipes oder .melarecipes am Stück ein, das ist Pro vorbehalten. Einen Überblick gibt der Vergleich der Apps zum Speichern von Rezepten aus sozialen Netzwerken.
Cookfolio läuft im Web, unter iOS und Android, in sechs Sprachen: Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch, Italienisch und Polnisch. Ein Gefühl dafür bekommen Sie am schnellsten mit einem öffentlichen Facebook-Video und einem Blick auf das Ergebnis.
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